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Produktdesigner Gernot Gunga

Biographie

  • 1971 In Hamburg geboren
  • 1992-93 Studium an der Kunstschule Alsterdamm in Hamburg
  • 1993-94 Studium an der Fachhochschule für Gestaltung Armgartstraße in Hamburg
  • 1994-95 Studium an der Kunst og Handverkskole in Oslo
  • 1998 Diplom der Illustration in Hamburg. Beginn der Selbstständigkeit als freier Illustrator und Cartoonist
  • 1999 Erste Buchveröffentlichungen, Umzug nach Friedrichsruh in den Sachsenwald; ein kreativer Schub wird möglich
  • 2000 Erste Dessins für Porzellan für die Firma Ritzenhoff, tägliche Veröffentlichung der Gunga Cartoons bei Infoscreen (U-Bahn Fernsehen)
  • 2001 Tägliche Veröffentlichung von Cartoons in der Hamburger Morgenpost, Realisierung von Gunga Dessins als Bettwäsche. Tägliche Veröffentlichung im Berliner Fenster. Eigene Cartoon-Buchreihe beim Verlag ArsEdition
  • 2003 Erste Trickfilme entstehen, tägliche Veröffentlichung von Cartoons in Prag in der Tageszeitung Impuls.


Arbeit

Füchse und Hasen, allerlei Federvieh und anderes Getier bevölkert die Welt von Gernot Gunga. Kein Wunder, der Cartoonist lebt im Sachsenwald - was läge da näher, als die Komik aus dem Idyll zu schöpfen. Die animalische Welt des Gernot Gunga entsteht im Dorf Friedrichsruh vor den Toren Hamburgs. Im ehemaligen Forsthaus des Stammsitzes der Bismarcks erweckt der Cartoonist seinen kleinen Privatzoo aus Bibern, Pinguinen und tauchenden Schweinen zum Leben, scannt die Skizzen ein und koloriert sie am digitalen Zeichentablett.

Die Aussicht aus seinem Atelierfenster liefert dem Cartoonisten nicht nur ein romantisches Ambiente, sondern an guten Tagen auch Absurdes. "Wenn die Touristen am Wochenende in den Sachsenwald pilgern, fällt oft eine Idee für einen Cartoon ab", erzählt der 37-jährige verschmitzt: "Die Tiere, die ich zeichne, sind eigentlich Menschen." Weil Gunga die Zeitgenossen im tierischen Gewand präsentiert, nimmt der Zeichner die Vorgaben der Natur nicht so genau: "Meine Hühner sind ja auch recht maskulin". Und unter Pelz und Federn versteckt, lassen sich menschliche Eitelkeiten und die Abgründe des Alltags leichter aufs Korn nehmen. Dem Alltag einen Spiegel vorhalten - das ist das Metier des Gernot Gunga. Wenn's dabei hintergründig zugeht: gut. Wenn nicht: auch gut. Gunga verbiegt sich nicht. Gunga bleibt, was er ist. Ohne Perfektionsanspruch setzt er Füchse, Hühner, Enten, Hunde und ähnliches in Szene - und ausgerechnet das wirkt tierisch menschlich. Gefahr geht in seinen zahllosen Cartoons selten von der Kreatur, häufig dagegen von der jeweiligen Situation aus. "Ich interessiere mich für die Brüche, das, was hinter der Fassade passiert, das Absurde im Alltäglichen." Und das treibt er gern tierisch auf die Spitze. Genaues Hinsehen, der Blick fürs Detail und Humor zwischen den Zeilen prägen Gungas Stil. "Die Gesellschaft ist voller Cartoons, sie müssen nur entdeckt werden", so der Künstler. Gerade die Absurdität des Alltäglichen liegt dem Hamburger besonders am Herzen.

 
Homepage:  www.gunga.de

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